Schon seit 2003 gilt die Mautgebühr für das Londoner Stadtzentrum. Seitdem ging die Anzahl der Fahrzeuge, die sich täglich durch die Straßen der Großstadt bewegen, um ca. 50.000 Autos ab. Die Luftqualität in der Metropole hat sich dadurch jedoch nicht verbessert. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des Londoner King’s College, bei der die Schadstoffemissionsmenge in dem von der Maut betroffenen gebiet zwei Jahre vor und nach der Einführung der Maut gemessen wurde. Das Ergebnis zeigt, dass der Anteil an Rußpartikeln und Kohlenmonoxid nur leicht gesunken, der an Stickoxiden sogar noch weiter gestiegen ist. Als Grund für den Anstieg vermuten die Wissenschaftler den angestiegenen Busverkehr in der Stadt. Statt Maut für das eigene Auto zu zahlen, fahren die Menschen nun mit öffentlichen Verkehrsmitteln. So wurde der Verkehr in der Londoner Innenstadt zwar deutlich reduziert, eine Verbesserung der Luftqualität hat sich jedoch nicht aus der Maut ergeben. Das Ergebnis sorgt natürlich nicht gerade für mehr Akzeptanz in der Bevölkerung Londons. Trotzdem hat die Maut ihr Ziel der Verkehrsreduktion erreicht.