Eigentlich sollten uns unsere Politiker ein Vorbild in Sachen Umwelt- und Klimaschutz sein. Dass dem aber nicht immer so ist, offenbart ein Blick auf den Fuhrpark der Spitzenpolitiker. So stoßen die meisten Dienstwagen gleich doppelt so viel CO2 aus, wie die EU-Kommission in Zukunft zulassen will. Zu diesem Ergebnis kommt die Deutsche Umwelthilfe (DUH). Da haben anscheinend auch Klimadebatten, Weltklimakonferenz und zahlreiche Gesetzesinitiativen zu keinem Umdenken der Politiker geführt. Der Dienstwagen der Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) ist dabei der größe Klimakiller von allen. Der Mercedes S 500 mit seinen 388 PS stößt pro Kilometer satte 286 Gramm CO2 aus. 130 Gramm ist das zukünftige EU-Grenzwert. Auch Dieter Althaus, Thüringens Ministerpräsident, ist mit seinem BMW 750i mit 367 PS und einem CO2-Ausstoß von 271 Gramm ganz oben bei den Klimakillern dabei. Auch der Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD), der einen Audi A8 TDI fuhr und auf einen Mercedes E 200 mit Erdgasantrieb umgestiegen ist, liegt mit 222 Gramm Schadstoffausstoß pro Kilometer noch über den Grenzwerten.
Nur Berlins Umweltsenatorin hält sich an die EU-Grenzwerte. Katrin Lompscher (Die Linke) fährt einen Toyota Prius mit Hybridantrieb und 78 PS, der nur 104 Gramm CO2 pro Kilometer ausstößt. Gar nicht an die Umwelt denken die Umweltminister aus Niedersachsen, Bayern, Thüringen und Nordrhein-Westfalen, deren Wagen mehr als 300 PS haben und die knapp den doppelten CO2-Ausstoß haben, als von der EU vorgegeben.