Grünen-Fraktionschefin Renate Künast sind die Spritfresser-Dienstwagen ihrer Kollegen ein Dorn im Auge, deshalb fordert sie eine Abschaffung der Steuervergünstigungen für Dienstwagen und den Umstieg der Politiker auf schadstoffarme oder batteriebetriebene Autos. In einem Zeitungsinterview erklärte Künast angesichts der hohen Emissionswerte der Politiker-Limousinen, dass es der Allgemeinheit nicht länger zuzumuten sei, für die Klimasünden “von wichtigtuerischen PS-Protzen” mit zu zahlen. Sie forderte die unbedingte Einhaltung der von der Europäischen Union (EU) vorgegebenen CO2-Grenzwerte. Auch für Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und deren Klimapolitik in der EU fand Künast scharfe Worte. Die Kanzlerin schütze die “PS-süchtige Autoindustrie, die zu wenige klimafreundliche Fahrzeuge anbietet”, so der Vorwurf der Fraktionschefin. Am Donnerstag veröffentlichte die Deutsche Umwelthilfe (DUH) eine Studie nach der der Treibhausgasausstoß der Dienstwagen vieler Spitzenpolitiker viel zu hoch ist und teilweise deutlich über dem von der EU vorgeschriebenen Grenzwert liegt. DUH-Geschäftsführer Jürgen Resch bezeichnete eine Überschreitung des Grenzwerts von mehr als 50% als “Klimakiller”. Für diese Studie wurden landesweit Informationen über den CO2-Ausstoß, den Verbrauch und die Höchstgeschwindigkeit der Politiker-Dienstwagen abgefragt.