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Neue Öko-Konzepte bei BMW sollen Verbrauch und Schadstoffausstoß verringern

Wie BMW auf dem heutigen Innovationstag 2008 in München mitteilte, plant der Autohersteller zukünftig die Nutzung der Motoren-Abwärme zur Energiegewinnung, was nicht nur den Verbrauch, sondern auch den Schadstoffausstoß der Autos verringern würden. Auch die Idee eines Solardachs für künftige Modelle wurde angesprochen. Nur ein Drittel der Energie aus dem Kraftstoff wird in effizienten Verbrennungsmotoren tatsächlich in Fortbewegung umgesetzt, während zwei Drittel einfach als Wärme verpuffen. Von diesem Teil könne jedoch auch Energie genutzt werden. Dazu müsste ein eo genannter thermoelektrischer Generator in den Auspuff eingebaut werden, der auf der aus der Raumfahrt bekannten Halbleitertechnik basiert. Schon heute können mit dieser Technik etwa 200 Watt erzeugt werden, mittelfristig sollen es 1000 Watt werden. Wenn diese vorher verpuffte Energie nun zurück ins Bordnetz eingeführt würde und Funktionen wie das Vorheizen des Motors oder der Klimaanlage bei einem Kaltstart ebenfalls über die Abwärme vorgenommen werden würden, könne der Verbrauch um 5% gesenkt werden.

Angesichts der Tatsache, dass man heute auch in Mitteleuropa schon mit nur einem Quadratmeter Solarzellen eine elektrische Leistung von bis zu 200 Watt erzeugen kann, ermöglicht die Montage der Solarmodule auf der gesamten Dachfläche (anstatt nur im Schiebedach) eine deutlich höhere Stromleistung. Die hier gewonnene Energie stünde sowohl während der Fahrt als auch im Stand zur Verfügung und könne so z.B. zum Laden der Starterbatterie und des Generators beitragen. Ersetzt man eine Kilowattstunde vom Motor erzeugten Strom durch Solarstrom, senkt das den Verbrauch auf 100 Kilometern um ca. 0,3 Liter, so die Berechnungen der Entwickler. Doch die Solarzellen haben noch einen weiteren Vorteil: Die mit ihnen erzeugte Energie kann schon vor der Fahrt das Motoröl und die Kühlmittel vorheizen und so die Phase des Kaltstarts verkürzen, was sich wiederum günstig auf den Verbrauch und Schadstoffausstoß auswirkt.

Ein weiteres Konzept ist das des spritsparenden Navigationssystems. Hierzu soll eine neue Software entwickelt werden, die vorausschauend aus allen ihr aktuell verfügbaren Informationen den momentanen Zustand und die unmittelbar folgenden Aktionen wie z.B. das Auffahren auf eine Autobahn, ein Stau oder ein Überholvorgang, ermittelt. Auf der Grundlage dieser Berechnungen könnte dann automatisch die Antriebstechnik, die Lichtmaschine, die Motoröl-Temperatur oder der Klimakompressor entsprechend angepasst werden. Unklar ist noch, wie hoch die Verbrauchsersparnis sein und wann diese Technik in Serie gehen könnte.

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