RWE hat große Pläne. Bis 2020 will der Ruhrkonzern zu den fünf führenden Anbietern von Ökostrom in ganz Europa zählen. Doch bis dahin ist es noch ein weiter und äußerst kostspieliger Weg. RWE hat bereits konkrete Pläne entwickelt, mit deren Hilfe dieses große Ziel erreicht werden soll. Bisher lagen Pläne vor, nach denen bis 2012 jedes Jahr eine Milliarde Euro in den Ausbau von erneuerbaren Energien gesteckt werden sollten. Aber damit das große Ziel erreicht werden kann, muss auch nach Ablauf dieses Zeitraums weiter in ähnlicher Größenordnung investiert werden. Fritz Vahrenholt, Chef von RWE Innogy, bestätigte die Notwendigkeit derartig großer Investitionen. Besonderes Augenmerk wird derzeit auf die Windparks des australischen Infrastruktur-Investors Babcock & Brown gerichtet, die in Europa zum Verkauf stehen. Bis 2020 soll erreicht werden, dass mindestens ein Sechstel der gesamten Erzeugungskapazität wiederverwertbare Energien ausmachen. Derzeit liegt der Satz bei gerade mal 3 Prozent. Besonders interessant für die Realisierung dieser Ziele sind für den Konzern Windkraftanlagen, speziell aber Anlagen auf hoher See. Da diese neuartigen Techniken noch nicht komplett erprobt sind, könnten diese die großen Pläne von RWE verzögern. Man hat bei dem Konzern selbst erkannt, dass man auf diesem Gebiet regelrecht hinterher hinkt und will nun schnellstmöglich den vorhandenen Rückstand aufholen. Vahrenholt ist fest davon überzeugt, dass das gelingen wird.