Jeder, der ohne die Öko-Plakette durch Berlin fährt, muss damit rechnen, mit 40 Euro zur Kasse gebeten zu werden. Seit Anfang des Jahres wurden bereits 14.480 Plakettensünder erwischt. Der Berliner Senat kassiert damit fast 600.000 Euro. Von allen erwischten Autofahrern kamen 9.048 nicht aus Berlin. Höchstwahrscheinlich haben sie nicht einmal von der Plakettenpflicht im Stadtgebiet gewusst. Das klingt nach einer richtigen Abzocke durch den Senat. Insgesamt wurden in Berlin bereits mehr als 1,22 Millionen Feinstaubplaketten verkauft. Außerdem wurden mehr als 6.000 Ausnahmegenehmigungen erteilt. Fahrzeuge, deren Abgaswerte zu schlecht sind, dürfen die Berliner Innenstadt nicht mehr befahren. Das betrifft bereits 100.000 Autos mit Berliner Kennzeichen. Eigentlich sollten durch diese Maßnahme die Feinstaubwerte der Stadt verbessert werden. Allerdings hat sich noch nichts in Richtung Verminderung der Feinstaub-Belastung getan. Bisher scheint sich die Plakettenpflicht noch nicht auf den Tourismus in Berlin auszuwirken. Nach Angaben der Berlin Tourismus Marketing GmbH kommen die meisten Autotouristen jedoch erst im Juli und August in die Stadt. Deshalb könne zum jetzigen Zeitpunkt noch keinerlei Bilanz gezogen werden. Ob die Plakettenpflicht langfristig etwas an der Feinstaub-Belastung ändern kann, bleibt noch abzuwarten.