Atsutoshi Nishida, Chef des Mischkonzerns Toshiba, hat angekündigt, dass das Unternehmen bis 2015 weltweit mindestens 33 neue Atomreaktoren bauen möchte. Bis 2020 sollen es sogar 65 sein. Während Deutschland sich langsam von der Atomenergie verabschiedet, möchten die USA aufrüsten: Nachdem Toshiba 2006 den US-Atomkraftwerksbauer Westinghouse übernommen hat, winken auf dem US-Markt alleine 31 Aufträge für Reaktoren. Nishida meint, dass schon um die vereinbarten Klimaschutzziele zu erreichen, der Bau neuer Atomkraftwerke notwendig sei. Der Toshiba-Chef ist außerdem der Ansicht, dass die Halbierung der Emissionen bis 2050 gar nicht anders zu erreichen sei. Nishida äußerte sich auch gegenüber dem “Handelsblatt” kritisch über den Abschied Deutschlands von der Atomkraft: “Die Deutschen sollten es sich noch einmal überlegen.” (ok)