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Erneuerbare Energie kann Wirtschaft und Verbraucher entlasten

Nach Ansicht der Branche des Bundesverbands Erneuerbare Energien könnte die Bundesregierung ihre Klimaschutz-Ziele erreichen und gleichzeitig die Verbraucher entlasten, wenn die erneuerbaren Energien schneller ausgebaut werden würden. Bei einem zügigeren Ausbau des Stromnetzes und dem Verzicht des Bundesumweltministeriums auf die geplante Senkung der Biokraftstoff-Mengen, sei noch mehr Ökostrom möglich, erklärte Verbandschef Dietmar Schütz. Insgesamt würden Wirtschaft und Verbraucher durch diese Maßnahmen 10 Milliarden Euro weniger für Energieimporte ausgeben.

Wenn die Bundesregierung ihre energie- und klimapolitischen Beschlüsse so wie sie sind umsetzen, wäre ein Klimaschutzziel verfehlt: Der bis 2020 anvisierte Abbau der schädlichen Kohlendioxid-Emissionen (CO2) von 260 Millionen Tonnen würde tatsächlich nur etwa 215 Millionen Tonnen betragen. Diese Lücke könnte jedoch geschlossen werden, wenn mehr Öko-Energie aus Wind-, Wasser- und Sonnenkraft genutzt werden würde.

Der Öko-Anteil an der Stromversorgung soll nach den Plänen der Bundesregierung von 14,2% (2008) auf 30% (2020) ausgeweitet werden. Dem Verband zufolge ist jedoch ein Anteil von über 35% durchaus möglich. Bei dieser Größenordnung würden zusätzlich über 33 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden. Voraussetzung hierfür ist jedoch der Netzausbau, den der Verband fordert. Dabei müsse nicht nur die Verlegung unterirdischer “Stromautobahnen”, die eine Höchstspannung von 380 Kilovolt besitzen, berücksichtigt werden, sondern auch Erdkabel für die regionalen Zubringerstrecken. Diese werden von den Stromkonzernen wegen der hohen Kosten bislang abgelehnt. Darüber hinaus sollten wirksame Anreize geschaffen werden, die für Kombikraftwerke, die ihren Strom aus Biomasse, Wind und Sonne erzeugen, wirklich attraktiv sind. (mh)

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