Im ersten Halbjahr 2008 stieg der Anteil erneuerbarer Energien an der gesamten Stromerzeugung auf 15% (im Vorjahr: 14,3%), während die Atomkraft nur noch 23% ausmachte (im Vorjahr: 23,6%). Der gemeinsame Anteil von Atomkraft und erneuerbaren Energien bliebt somit im Jahresvergleich 2007/2008 gleich, nämlich bei 38% oder 123,8 Milliarden Kilowattstunden (kWh). Allerdings hat sich der Marktanteil der beiden separat betrachtet zugunsten des Ökostroms verschoben. Das berichtet der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Die restlichen 62% oder 326,1 Milliarden kWh - und damit ein um 8 Milliarden kWh größerer Anteil als im ersten Halbjahr 2007 - entfallen damit auf Braunkohle, Steinkohle, Erdgas und diverse andere Energieträger. Angesichts dieser Zahlen fordert der Verband, der von insgesamt 1800 Energiekonzernen und anderen Unternehmen getragen wird, die Ökostrom-Subventionen, die von den Stromverbrauchern finanziert werden müssen, zu senken. Die EU habe für 2010 angestrebt, einen Anteil von 12,5% an erneuerbaren Energien am Brutto-Erzeugungsanteil zu erreichen. Dieses Ziel wurde durch die staatliche Förderung in Deutschland schon jetzt übertroffen, deshalb müsse nun das Fördersystem weiterentwickelt werden. Das nächste Ziel hierbei sollte sein, dass die erneuerbaren Energien in Deutschland und Europa wettbewerbsfähig werden. (mh)