Der Düsseldorfer Eon-Konzern verbündet sich mit dem Golfstaat Abu Dhabi und investiert dort in ein Mega-Ökostrom-Projekt in Milliardenhöhe. Für die Zeit nach dem Öl rüstet sich der durch Petrodollars reich gewordene Golfstaat Abu Dhabi und schreckt dabei auch nicht vor Mega-Projekten zurück. Der Staatsfonds Masdar, eine Initiative zur Entwicklung alternativer Energien, plant bis zum Jahr 2015 den Bau von Masdar-City, einer ersten CO2-freien Stadt, in der Autos keine Platz mehr haben werden. Außerdem unterstützt Abu Dhabi auch Ökostrom-Projekte in Westeuropa. Der Staatsfonds Masdar übernimmt vom Düsseldorfer Eon-Konzern einen 20prozentigen Anteil an London Array, einem weltweit größten Windpark auf See, der im Mündungsgebiet der Themse, rund 20 Kilometer vor der britischen Küste entfernt gebaut werden soll.
Bereits engagierte sich Masdar bei einem finnischen Anlagenbauer für Windmühlen-Turbinen sowie in Deutschland durch den Bau einer Fabrik für Solarzellen in der Nähe von Erfurt. Darüber hinaus sieht die Vereinbarung zwischen Eon und Masdar auch eine Zusammenarbeit bei weiteren Klimaschutzprojekten vor. Beide Seiten machten über den finanziellen Umfang keine Angaben. Die Realisierung des Projekts wurde aufgrund der stark steigenden Preise für die Anlagen zuletzt in Frage gestellt, denn war ursprünglich von Kosten in Höhe von 2,5 Milliarden Euro die Rede, so werden jetzt Summen in Höhe von 5 und 6 Milliarden Euro genannt.