Deutlich schneller als bisher gedacht, wird nach einer Regierungsstudie Ökostrom ohne Subventionen auskommen. Schon im Jahr 2015 wird Strom aus Wind, Wasser oder Biomasse billiger zu produzieren sein als herkömmlich aus Kohle oder Gas, veröffentlichte das Umweltministerium in der „Leitstudie 2008“. Der Ökostrom werde dann ab 2020 selbst unter Berücksichtigung der hohen Hilfen für Sonnenstrom günstiger sein. Zuvor waren die Gutachter noch in ihrer Studie von 2007 davon ausgegangen, dass dieser Fall erst sechs Jahre später eintreten werde.
Weiter heißt es in der Studie, dass der weitere Ausbau der Erneuerbaren Energien eine Stabilisierung der Stromerzeugungskosten mit einer Tendenz zu weiteren Kostenkürzungen bewirke. Die gestiegenen Öl-, Gas- und Kohlepreise sowie neue Schätzungen zu deren künftigen Preisentwicklung waren der Hauptgrund für die neue Einschätzung. Mit 6,7 Milliarden Euro wurde die Ökoenergie im vergangenen Jahr über eine Umlage auf alle Verbraucher gefördert, davon entfiel gut die Hälfte auf die Förderung von Ökostrom. In dem Bericht heißt es weiter, dass die Gesamtsumme noch auf 8,5 Milliarden Euro bis 2010 steigen werde, jedoch danach deutlich zurückgehe. Zwischen 2008 und 2020 könnten die Investitionen in Erneuerbare Energien auf bis zu 190 Milliarden Euro steigen.