Dass die aktuelle Generation Spielkonsolen nicht gerade wenig elektrische Energie verbraucht, ist sicher nichts Neues. Eine aktuelle Studie der amerikanischen Umweltschutzorganisation “National Resources Defense Council” offenbart jedoch, dass die Konsolen von Sony, Microsoft und Nintendo alleine in den USA für jährlichen Energieverbrauch von 16 Milliarden Kilowattstunden verantwortlich sind. Das entspricht in etwa dem Energiebedarf der kalifornischen Millionenstadt San Diego.
Den größten Energiehunger hat Sonys PlayStation 3. Mit 150 Watt benötigt sie am meisten elektrische Energie. Microsofts Xbox 360 liegt mit 120 Watt nur 30 Watt hinter der Sony-Konsole. Als Beispiel: Wer die Xbox 360 ungenutzt laufen lässt, könnte dafür fünf leere Kühlschränke ans Stromnetz hängen. Ein Grund, warum viele Amerikaner ihre Spielkonsolen einfach laufen lassen, anstatt sie abzuschalten, ist wahrscheinlich der geringe Energiepreis von 10 US-Cent pro kWh.
Die NRDC bemängelt die nicht voll ausgenutzten Energiesparmöglichkeiten bei den Konsolen. So verfügen zwar sowohl die PlayStation 3, als auch die Xbox 360 über eine automatische Abschaltung bei Nichtnutzung, diese ist jedoch in den Menüs versteckt und muss erst manuell aktiviert werden. Wäre diese bereits von Beginn an eingeschaltet, könnte man in den USA jährlich 11 Milliarden kWh einsparen, was 7 Millionen Tonnen CO2 entspricht. (ok)