Der Vatikan kann nun auch Ökostrom produzieren. Die deutschen Firma Solarworld hat die erste Solarstromanlage auf dem Dach der Audienzhalle des Papstes installiert. Vom Mittwoch an produzieren die knapp 2400 Solarmodule Strom, teilte die Firma Solarworld in Bonn mit. Mit dieser Technik spart der Vatikan jährlich rund 225 Tonnen Kohlendioxid ein.
Die Firma Solarworld hatte die Anlage mit einer Spitzenleistung von rund 220 Kilowatt gebaut und sie dem Vatikan geschenkt. Den Angaben zufolge können mit der Anlage 300.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugt werden, das entspreche dem Bedarf von über 100 Haushalten und dadurch der Ausstoß von 225 Tonnen des klimaschädlichen Gases Kohlendioxid vermieden werden.
Im Jahr 2002 habe es die erste Idee zur Errichtung der Anlage unter dem Pontifikat von Papst Johannes Paul II. Gegeben, teilte die Firma mit. Bei einer Generalaudienz des Papstes sei damals Solarworld-Chef Frank Asbeck im Vatikan gewesen. Die Module zu der Solaranlage wurden im sächsischen Freiberg gefertigt. (sk)