Am Klimaaktionstag am 6. Dezember haben unter dem Motto „Große Konzerne – kleines Verantwortungsbewusstsein“ deutschlandweit 50 Initiativen gegen die Klimapolitik vieler Konzerne protestiert. Die Proteste fanden vor den Zentralen und Filialen von REW, EON, Vattenfall, EnBW, Audi , der CMA sowie auch auf vielen Weihnachtsmärkten statt. Durch die Proteste wollen die Bürger ein Zeichen setzen, dass sie sich von den großen Konzernen nicht länger in die Irre führen lassen, die sich nach außen hin als Klimaschützer verkaufen und trotzdem an alten Geschäftsmodellen festhalten, um ihre Gewinne zu steigern.
Im Vorfeld hatte die Klima-Allianz durch Plakatparodien von Werbeanzeigen der genannten Konzerne erstellt und bundesweit zum Klimaaktionstag aufgerufen. Von Essen bis Hamburg, und von München bis Tübingen gingen hunderte auf die Straße, um zu protestieren.
An dem Klimaaktionstag beteiligten sich Gruppen aus dem gesamten gesellschaftlichen Spektrum: Umweltorganisationen, Kirchengemeinden, Tierschutzgruppen, Studentengemeinschaften, Ortsgruppen von Parteien, Bürgerinitiativen gegen Kohlekraftwerke und viele andere Initiativen. Nicht nur in Deutschland, sondern in mindestens 64 Ländern rund um den Globus gingen die Menschen auf die Straße, um sich für konsequenten Klimaschutz einzusetzen.
Auch Verhandlungsteilnehmer der UN-Klimaverhandlung, die derzeit in Posen tagt, sowie die Bevölkerung nahmen an den Klima-Protesten teil. Im Jahr 2005 wurde der Globale Klimaaktionstag ins Leben gerufen und findet seither immer am Samstag während der UN-Klimakonferenz statt. (sk)