Das Stromversorgungsunternehmen REW Energy kann mit einem kürzlich in Zusammenarbeit mit dem Siemens-Sektor Energy errichteten virtuellen Kraftwerks dezentral erzeugten Strom wirtschaftlicher und ressourcensparender liefern. Unter einem Virtuellen Kraftwerk verstehen die Experten die informationstechnische Zusammenschaltung kleiner Erzeugungsanlagen, das von einem zentralen Energiemanagement gesteuert wird.
Dazu wurden in einem ersten Schritt neun Wasserkraftanlagen der Lister- und Lennekraftwerke im Sauerland (Nordrhein-Westfalen) zusammengeschlossen. Die einzelnen Anlagen können zwischen 150 kW bis zu 1100 kW an Strom erzeugen, im Verbund beträgt die Gesamtleistung dieser dezentralen Anlage 8.600 Kilowatt (kW). Weitere dezentrale Erzeugungsanlagen wie beispielsweise Blockheizkraftwerke, Biomasse- oder Windenergieanlagen sollen folgen. Das virtuelle Kraftwerk ermöglicht nicht nur neue Vertriebswege, sondern können im Verbund effizienter und wirtschaftlicher betrieben werden.
Die dezentralen Erzeugungsanlagen bieten nicht nur wirtschaftliche Vorteile, sondern leisten durch die CO2-Reduzierung auch einen Beitrag zum Klimaschutz, was auch Bestandteil des Siemens-Umweltportfolios ist. Siemens erzielte damit im Geschäftsjahr 2008 einen Umsatz von 19 Milliarden Euro.
Virtuelle Kraftwerke ermöglichen nicht nur neue Vertriebswege, sondern können im Verbund effizienter und wirtschaftlicher betrieben werden. Eine besondere Rolle spielt dabei das dezentrale Energiemanagement und die Kommunikation mit den Erzeugungsanlagen. Das Herzstück des virtuellen Kraftwerks bildet das Energiemanagementsystem DEMS und der DER-Controller von Siemens-Sektors Energy, mit dem die Erzeugungsanlagen intelligent miteinander vernetzt werden konnten. (sk)