In der jüngsten Ausgabe der Wissenschaftszeitschrift „Science“ warnen die Wissenschaftler der US-Universitäten von Washington und Stanford vor den Folgen früherer Hitzeperioden für die weltweite Nahrungsversorgung. „Ein sich schnell erwärmendes Klima wird die Ernteerträge in den Tropen und Subtropen deutlich verändern“, schreiben dort die Autoren David Battisti und Rosamond Naylor.
In ihren Prognosen, die auf Computermodellen, die der Weltklimarat IPCC 2007 vorlegte basiert, nennen sie keine Zahlen, sondern leiten kommende Ernteausfälle aus führeren Hitzeperioden ab, da sich die Temperaturen noch erhöhen könnten. Zwar nennen Sie keine Zahlen, bezeichnen den Zusammenhang jedoch als „zwingenden Grund, in Anpassungsmaßnahmen zu investieren“, da es „Jahrzehnte dauern könne, neue Sorten heranzuzüchten, die mit warmem Klima besser zurechtkommen“ würden. Unter den Wissenschaftlern ist eine Dringlichkeit vermehrter Pflanzenforschung unumstritten. Die beiden Wissenschaftler ließen andere Studien, die für einige Regionen der Welt Erntegewinne aufgrund des stärkeren CO2-Anteils in der Luft voraussagen, unbeachtet. Demnach soll der CO2-Anteil in der Luft wachstumsfördernd wirken und die Chancen auf zwei Ernten pro Jahr bei ausreichender Bewässerung zulassen.
Außerdem warnen die beiden Wissenschaftler aufgrund der stetig ansteigenden Temperaturen vor steigenden Todesfällen wegen Hitzestress. Dabei berufen sie sich auf die Erfahrungen im heißen Sommer in Europa im Jahre 2003. Die Studie dürfte die Foskussierung auf Hitzeperioden denn auch gegenüber anderen aktuellen Studien zurückwerfen. Für die Landwirtschaft ist die künftige Verteilung von Regen erheblicher von Bedeutung als die Temperatur. (sk)