Mit der Gründung einer Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA) hat sich die Bundesregierung zum Ziel gesetzt, den weltweiten Ausbau der Erneuerbaren Energien zu beschleunigen. Im Oktober einigten sich in Madrid die rund 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 51 Staaten auf die Statuten sowie die Finanzierungsmodalitäten von IRENA. Außerdem einigte man sich auf die Einrichtung einer Preparatory Commission sowie Kriterien und Auswahl des vorläufigen Sitzes von IRENA und des/der vorläufigen Generaldirektor/in. Damit sind alle Gründungsmodalitäten abgeschlossen und am 26. Januar 2009 wird mit der Unterzeichnung aller teilnehmenden Staaten der Startschuss zur Gründung von IRENA auf der Gründungskonferenz in Bonn fallen. Die Preparatory Commission wird gleich am darauf folgenden Tag, dem 27. Januar, in Bonn zusammentreffen, um unverzüglich mit ihrer Arbeit zu beginnen. Der vorläufige Sitz sowie der/die vorläufige Generaldirektor/in werden Mitte 2009 bestimmt.
Das Ziel von IRENA ist die weltweite Beschleunigung zur umfassenden und nachhaltigen Nutzung erneuerbarer Energien. IRENA will dieses Ziel erreichen, indem sie die politischen Rahmenbedingungen für erneuerbare Energien durch gezielte politische Beratung verbessern möchte sowie den Ausbau des Technologie- und Wissenstransfers in diesem Bereich fördern will. Außerdem will sie beim Kompetenzaufbau im Bereich erneuerbarer Energien ihre Unterstützung anbieten.
Darüber hinaus wird die Agentur die Mitgliedsstaaten zu Finanzierungsmöglichkeiten beraten, unterstützende Öffentlichkeitsarbeit leisten und die angewandte Politikforschung verstärken. Angestrebt wird eine möglichst breit gestreute Mitgliederstruktur, wobei Industrie- und Entwicklungsländer gleichermaßen vertreten sein sollen. IRENA wird außerdem eng mit bestehenden Netzwerken und Organisationen zusammenarbeiten. (sk)