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Basel: Kein Atom- und Kohlestrom mehr

Atom- und Kohlestrom soll für die Stadt Basel in Zukunft kein Thema mehr sein. Mittelfristig möchten die Schweizer nur noch auf erneuerbare Energien setzen.

Als erste Stadt in der Schweiz will Basel künftig komplett auf Atom- und Kohlestrom verzichten und mittelfristig die Produktion erneuerbarer Energien ausbauen. Am 13. Januar beschloss die städtische Regierung einen Rahmenkredit über 1,7 Millionen Franken (umgerechnet 1,14 Millionen Euro), mit dem bis 2011 Öko-Zertifikate gekauft werden sollen, um auf ausschließlich grünen Strom umzusteigen. Noch muss das Parlament zustimmen.


Vorher stammten bereits 80-90% des Stroms der Stadt aus Wasser-, Wind- und anderen ökologischen Kraftwerken, der Rest hauptsächlich aus Atom- und Kohlekraftwerken. Wie am Mittwoch auf einer Pressekonferenz zu erfahren war, werden die Mehrkosten für das laufende Jahr auf umgerechnet 335.000 Euro geschätzt, die von den Industriellen Werken Basel (IWB) bzw. dem Kanton getragen und nicht auf den Kunden umgelegt werden sollen. Ab April diesen Jahres sollen die Kunden auf Wunsch und gegen Aufpreis reinen Ökostrom bestellen können, wahlweise aus Wind-, Sonnen-, Holzenergie oder Geothermie. Dieser Aufpreis soll als ökopolitischer Mehrwert verstanden werden, mit dem die Kunden selbst auf die Energiepolitik Einfluss nehmen können. Der Bezug von Atomstrom bleibe auch in Basel weiterhin möglich, allerdings dann nur noch bei anderen Anbietern. Neben dem Standardangebot soll auch klimaneutrales Erdgas und Fernwärme angeboten werden - ebenfalls gegen “bezahlbaren” Aufpreis. Mit diesem Geld sollen Projekte unterstützt werden, die an der Reduzierung von CO2- und Methan-Ausstoß arbeiten.

Langfristig streben die IWB den Ausbau der eigenen Produktion erneuerbarer Energie an, demnächst sollen der Regierung entsprechende Wind- und Solarkraftprojekte vorgelegt werden. (mh)

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