Nachdem Deutschlands größter Lebensmittelhändler in den vergangenen Monaten für die gesamte Gruppe eine umfassende Klimabilanz erstellt hatte, stellte die Hamburger EDEKA-Gruppe auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin die ersten Ergebnisse ihrer Klima-Bilanz vor. Die EDEKA analysierte in ihren Daten den Bezug und Verbrauch von Strom und Brennstoffen zur Wärme-, Kälte- und Lichterzeugung ebenso wie die Emissionen durch Transport- und Warenlogistik. Der Klimabilanz zufolge beziffern sich die Treibhausgas-Emissionen der EDEKA-Gruppe auf insgesamt 2,87 Millionen Tonnen pro Jahr. Davon entfallen allein auf den Stromverbrauch 68 Prozent, auf die Verluste von Kältemitteln bei der Gewerbekälteerzeugung 12 Prozent, 10 Prozent auf den Wärmeverbrauch sowie auf die Transporte 9 Prozent.
Die Nutzung von Dienstwagen macht 1 Prozent aus. Der Vorstandsvorsitzende der EDEKA AG, Markus Mosa sagte dazu: „Mit der Klimabilanz haben wir die erwünschte Transparenz geschaffen, um nun in den nächsten Monaten substanzielle Einsparpotenziale zu ermitteln und entsprechende Maßnahmen einzuleiten. Wir sehen ein hohes Einsparpotenzial für die kommenden Jahre auf allen Ebenen der Gruppe.“ „Ein genaues Einsparpotenzial werden wir aber erst dann beziffern, wenn wir auch die dahinter liegenden Maßnahmen substanziell geprüft haben. Eine Senkung des CO2-Ausstoßes um mindestens 20 Prozent bis 2020 müsste allerdings möglich sein“, schätze Mosa.
Ein Teil der 4.500 selbständigen EDEKA-Kaufleute bei der Regionalgesellschaft EDEKA Südwest oder Nordbayern-Sachsen-Thüringen leisten schon heute einen erheblichen Umwelt- und Klimaschutzbeitrag durch den Einsatz regenerativer Energien. Zur Förderung dieser umweltfreundlichen Technologien hat die EDEKA Bank im Herbst 2008 mit dem „Umwelt-Plus-Programm“ ein neues Finanzierungskonzept entwickelt. Dieses Programm soll unter anderem die Anschaffung von Photovoltaik-Anlagen, Ressourcen schonenden Kühlsystemen sowie individuelle Umwelt-Projekte unterstützen.
Dazu arbeitet die EDEKA Bank mit der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zusammen und bietet ihren Mitgliedern zur Verwirklichung verschiedener Projekte Konditionen in einer Bandbreite von 3,5 Prozent für Kühlsysteme und 3,75 Prozent für Photovoltaik-Anlagen an. Auch die EDEKA-Tochter Netto Marken-Discount geht bei einem Pilotprojekt im bayerischen Burtenbach durch die Errichtung eines „Niedrigenergie-Marktes“ neue Wege beim Klimaschutz. Hier soll unter anderem erstmals Energie durch Windkraft genutzt werden. Nach Abschluss der Testphase wird entschieden, welche Technologien auch an anderen Netto Marken-Discount-Standorten zum Einsatz kommen werden. (sk)