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Japanischer Klima-Satellit “Ibuki” im Einsatz

Japan hat den Satelliten "Ibuki" (Atem) ins Weltall geschickt, um von ihm in 660 Kilometern Höhe die Erderwärmung zu untersuchen. Neben "Ibuki" sollen auch bald schon weitere Satellitenmissionen von Japan aus starten.

Um 4:54 Uhr mitteleuropäischer Zeit hat sich der erste japanische Klima-Satellit auf den Weg ins All gemacht. Die Rakete mit dem Satelliten startete von der Insel Tanegashima in Südjapan aus und setzte den Satelliten etwa 15 Minuten später ab. Berichten der japanischen Raumfahrtbehörde Jaxa zufolge soll der Satellit namens “Ibuki” (”Atem”) die Erderwärmung untersuchen, indem er Daten über den Ausstoß von Treibhausgasen aus 660 Kilometern über der Erdoberfläche sammelt. “Ibuki” umrundet die Erde pro Tag 14 Mal, eine Erdumrundung dauert 100 Minuten, alle drei Tage befindet er sich an der selben Stelle.

Die Konzentration der Treibhausgase können so an 56.000 Punkten gemessen werden. Der Satellit ist mit zwei Sensoren ausgestattet, von denen einer die von der Erdoberfläche oder Atmosphäre reflektierten Infrarotstrahlen der Sonne verfolgt. Sie gelten als Maß für die Treibhausgasdichte. Der zweite Sensor beobachtet Wolken und Schwebstoffe, die häufig zu Messfehlern führen. Takashi Hamazaki von der Raumfahrtbehörde Jaxa erklärt, dass die so erworbene Datenmenge hilft, die bestehenden Klimamodelle deutlich zu präzisieren.

Ursprünglich war der Start des Satelliten, der auch unter dem Namen GOSAT (Greenhouse Gases Observing Satellite) bekannt ist, zwei Tage zuvor geplant gewesen, aber wegen schlechtem Wetter musste der Start verschoben werden. “Ibuki” soll fünf Jahre lang unterwegs sein, darüber hinaus bereitet Japan schon drei weitere Satellitenmissionen vor. (mh)

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