Nach einer Branchenprognose soll im Jahr 2020 fast die Hälfte des Strombedarfs in Deutschland durch erneuerbare Energien gedeckt werden. Heute macht der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung erst 15% aus, aber nach dem Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE) sollen 2020 schon 47% der Strom- versorgung durch Energie aus Biomasse, Geothermie, Sonne, Wasser und Wind erfolgen. Die Prognose, die zusammen mit der Agentur für Erneuerbare Energien erstellt wurde, sieht für 2020 eine mehr als dreimal so große Strommenge aus erneuerbarer Energie vor wie 2007.
Gleichzeitig würde sich die Menge des aus Atomkraft, Erdgas und Kohle produzierten Stroms deutlich reduzieren. Demnach könnten dann nicht nur Millionen Tonnen CO2 zusätzlich eingespart werden, sondern durch geringere Brennstoffimporte auch Kosten in Milliardenhöhe wegfallen. Durch die gestiegene Nachfrage an erneuerbaren Energien würden in der Branche mindestens doppelt so viele Arbeitsplätze entstehen und sich damit auf 500.000 belaufen. Laut BEE ist die Sorge über eine nicht konstante Stromversorgung bei Strom aus erneuerbaren Energien unbegründet, da es auch hier Energiequellen gibt, die von der Tageszeit und dem Wetter unabhängig sind, wie z.B. Wasserkraft und Biobrennstoffe. (mh)