Windenergie ist weiter auf dem Vormarsch. Der Europäische Rat hat im Dezember 2008 beschlossen, dass bis 2020 in der EU 20 Prozent des Energieverbrauchs durch regenerative Energien gedeckt werden müssen. Die Windenergie hat hier das größte Potential. Das neue Frauenhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik IWES bietet Forschung und Entwicklung für die gesamte Wertschöpfungskette der Windenergie von der Materialentwicklung bis zur Netzintegration. Hersteller und Betreiber von Windkraftanlagen sollen im IWES kompetente Ansprechpartner finden.
Das CWMT, das in dem neuen Frauenhofer-Institut aufgegangen ist, hat sich auf überdimensionale Materialtests spezialisiert. Um Rotorblätter von Windkraftanlagen testen zu können, wurde extra eine 85 Meter lange und 25 Meter hohe Halle errichtet. Unter dem Dach des neuen Instituts werden künftig Experten verschiedener Disziplinen zusammenarbeiten: Die Ingenieure in Bremerhaven bringen ihre Erfahrungen mit Prüfung und Simulation von Materi- alien und Komponenten ein, während die Kasseler Forscher an elektrotechnischen Fragestellungen arbeiten.
Eines ihrer Spezialgebiete ist die Integration von Windstrom in die Versorgungsnetze. “Die Gruppen ergänzen sich hervorragend”, resümiert Busmann. “Gemeinsam können wir ein Kompetenz- zentrum bilden, das alle Dienstleistungen von Entwicklung und Bau der Komponenten bis hin zur Betriebssteuerung und zum sicheren Netzbetrieb anbietet.” (ok/pressemitteilung/pixelio.de/Ingo Anstötz)