
Die Stadt Meerbusch im Rhein-Kreis Neuss bezog ihren Strom bisher nicht aus natürlichen Quellen. Doch im April 2007 wurde ein Klimakonzept beschlossen, dessen Ziel es ist, bis 2020 eine Senkung des CO2-Ausstoßes um 40 Prozent zu erreichen. Bürgermeister Dieter Spindler erklärt, dass sich diese Senkung am unmittelbarsten über den Strombezug zuwege bringen lässt. Im November letzten Jahres hat Spindler die Zustimmung vom Rat bekommen, den Strom für Kindertagesstätten und Schulen aus einem Laufwasserkraftwerk in Trier zu beziehen. Das Projekt ist zunächst auf zwei Jahre befristet und kostet die Stadt zusätzlich 7000 Euro im Jahr.
Durch die Versorgung der Kindertagesstätten und Schulen in Meerbusch mit Natur-Strom werden bis zum Ende des nächsten Jahres 31 Prozent des CO2-Ausstoßes dieser Gebäude eingespart. Das errechnete Claus Klein, Leiter des Service Immobilien. Zur Verdeutlichung: Diese Einsparung entspricht 811 Tonnen im Jahr oder dem Ausstoß von etwa 330 PKW.
Bürgermeister Dieter Spindler möchte mit diesem Schritt auch ein Signal an die Bürger senden, damit sie sich ebenfalls fragen, was jeder einzelne für eine bessere Umwelt tun kann. Tipps dazu, wie man auch zu Hause Strom sparen kann, gibt Waldemar Nithammer von RWE: Allein dadurch, alle Stand-By-Geräte im Haushalt auszuschalten, können bis zu 1000 Kilowattstunden gespart werden. Das entspricht immerhin 200 Euro im Jahr. Die größten Stromfresser seien Kühl-, Wasch- und Trockengeräte. Wenn das Projekt in Meerbusch auf Akzeptanz stößt, könnte es eine komplette Umstellung aller städtischen Gebäude auf natürlichen Strom geben. (mah/pixelio/Stephanie Hofschlaeger)