
Forscher haben bewiesen, dass Solar- und Windenergie nicht nur in tropischer Landschaft produziert werden muss, indem sie die erste emissionsfreie Polarstation in der verlassenen Landschaft der Antarktis entwickelt haben. Die erfolgreiche Inbetriebnahme der Station „Princess Elisabeth Base“ zeigt, dass die Herstellung von Solar- und Windenergie in den eisigen Temperaturen der Pole durchaus möglich ist. Die in das Projekt involvierten Forscher bestätigten, dass die Systeme genauso gut funktionieren wie in anderen Teilen der Welt. Innerhalb von zwei Jahren wurde die Station konstruiert.
Das Projekt rühmt sich nicht nur damit, mit erneuerbaren Energien Strom zu erzeugen, sondern auch mit einem Wasser Recycling System. Forscher, die in der Station leben, verwenden Dusch- und Toilettenwasser bis zu fünf Mal, bevor das Wasser in eine Glet- scherspalte entsorgt wird. Das Wasser Recycling System nutzt den Gebrauch von Mikro-Organismen und deren Zersetzung für diese Leistung.
„Wenn wir eine solche Station in der Antarktis errichten können, können wir überall in unserer Gesellschaft dasselbe tun. Wir haben die Kapazität, die Technologie und das Wissen, unsere Welt zu ändern“, sagte Alain Hubert, Projektdirektor der Station, anlässlich der Einweihungszeremonie. Der Nachteil: Windenergiesysteme, die an Orten wie der Antarktis platziert und installiert werden, könnten das gesamte Jahr lang perfekt funktionieren. Die Solarplatten allerdings könnten die Elektrizität während der Winterdunkelheit nicht gewährleisten. (mah/pixelio/low500)