
Straßenlaternen müssen auch dann brennen, wenn sie niemand benötigt. Die unnötigen Stromkosten, die so anfallen, belaufen sich bei vielen Kommunen auf mehrere Hunderttausend Euro. In der Prignitzgemeinde Groß Pankow hat man sich etwas einfallen lassen: In Zukunft möchte man die Straßenlaternen in der Nacht nur noch per Handybefehl leuchten lassen. Die 4.300 Einwohner zählende Gemeinde plant die Straßenbeleuchtung zunächst zwischen 23 und 5 Uhr komplett ausgeschaltet zu lassen. Mittels einer neuen Technik wird die Stromzufuhr über einen Handyanruf aktiviert. So möchte man jährlich bis zu 75.000 Euro einsparen.
Die Technik kommt auch schon in anderen Gemeinden zum Einsatz. Die Erzgebirgsgemeinde Morgenröthe-Rautenkranz spart damit nach eigenen Angaben jährlich etwa 4.000 Euro ein. Als Erfinder der Technik gilt Dieter Grote aus Dörentrup. Die Nutzer müssen sich zuvor registrieren lassen und können dann mit einer 6-stelligen Ziffer den Bereich, in dem sie Licht benötigen, die Straßenbeleuchtung aktivieren. Mittlerweile wurde ein Patent für die Technik mit dem Titel “Dial4Light” eingereicht. (ok)