Der WWF fordert eine Regulierung der Fischerei auf den Philippinen, denn die Bestände seien völlig überfischt.
Die philippinische Insel Palawan ist mit rund 60 Prozent an philippinischen Fisch-Exporten beteiligt. Fischer sowie Exporteure verdienen laut WWF mehr als 100 Millionen US-Dollar pro Jahr mit dem Handel lebender riffbewohnender Fische. Doch dieses Geschäft stehe in zehn Jahren vor dem Aus, wenn weiterhin unreguliert gefischt würde, sagen Sprecher des WWF. Bereits heute seien 60 Prozent der gefangenen Tiere Jungtiere, da es kaum noch ausgewachsene Fische gäbe, so Untersuchungen des WWF. Die Umweltstiftung verlangt im Einzelnen eine Regulierung der Fangflotten, eine Begrenzung der erlaubten Fangmengen und eine strenge Überwachung dieser Maßnahmen.
Die Weltnaturschutzunion IUCN stellte 2008 fest, dass 20 der bekannten 161 Barsch-Arten vom Aussterben bedroht sind. Zwei der bedrohten Arten leben im betroffenen philippinischen Gebiet und gelten in asiatischen Gourmet-Restaurants als Delikatesse.
Doch nicht nur die Fischer bedrohen die Tierarten. Fische sind bei ihrer Nahrungssuche auf Korallen angewiesen. Doch wegen des Klimawandels sind Korallenriffe, die sehr empfindlich auf Änderungen der Wassertemperatur reagieren, in Gefahr. Betroffen sind hier besonders die Ökosysteme zwischen den Philippinen, Indonesien, Papua-Neuguinea, Malaysia, den Salomonen-Inseln und Osttimor. Um gemeinsame Schutzmaßnahmen festzulegen, gründeten die Länder das sogenannte „Korallen-Dreieck“. (mah/pixelio/Dieter Schütz)