Mehr Einsatz zum Energiesparen und für den Ausbau erneuerbarer Energien sind die Forderungen der Energieexpertin des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) Claudia Kemfert. Im Einzelnen heiße dies, dass Kohlekraftwerke umweltfreundlicher und eine nachhaltige Mobilität sichergestellt werden müssen. Außerdem solle die bei der Stromproduktion anfallende Wärme besser genutzt werden, und zwar durch Kraft-Wärme-Kopplung.
Frau Kemfert prophezeit, dass ein angekündigtes Comeback der Atomenergie nur kurz anhalten würde, denn in 30 bis 40 Jahren müsse ohnehin auf andere Energieformen umgestellt werden. Ein Neubau eines Atomkraftwerks sei politisch nicht durchsetzbar, doch eine Verlängerung der Restlaufzeiten bestehender Werke könne mit einer Mehrheit von Union und FDP erreicht werden. Im Falle einer Verlängerung fordert die Energieexpertin eine Verpflichtung der Energiekonzerne zu höheren Investitionen in den Ausbau erneuerbarer und kohlendioxidfreier Techniken.
Die Forderungen von Claudia Kemfert waren einem Vorabbericht in einem Beitrag für die Frankfurter Rundschau zu entnehmen. (mah/pixelio/Stephanie Hofschlaeger)