Bereits für rund 4.000 Euro je Kilowattpeak erhält man derzeit schlüsselfertige Solarstromanlagen von Qualitätsherstellern inklusive Montage. Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW- Solar) berichtet in seinem „Photovoltaik-Preismonitor“, dass dieser Preis eine Senkung der Kosten um rund acht Prozent gegenüber 2008 darstellt.
Wie die Preissenkung zustande kommt und warum die Endkunden jetzt in eine Solarstromanlage fürs Hausdach investieren sollten, erklärt Carsten Körnig, Geschäftsführer des Bundesverbands Solarwirtschaft. So seien deutliche Kostensenkungen bei den Solarmodulanbietern und attraktive Förderungen für Solar- stromanlagen zu verzeichnen. Da die durchschnittliche Betreiberrendite bei sechs Prozent liegt, investiere der Ver- braucher nicht nur in den Klimaschutz, sondern auch in die eigene Versorgungssicherheit.
Seit 2006 sanken die Kosten für Solarstromanlagen um über 20 Prozent. Erreicht wurde diese Vergünstigung durch Produktions- erweiterungen und Innovationen bei der Herstellung von Solarzellen und –modulen. Der lange und harte Winter sorgte außerdem dafür, dass weniger Anlagen verbaut wurden und so das Angebot an Solarmodulen die Nachfrage überstieg, was wiederum zu günstigeren Preisen geführt hat. Mit dem Verbau der überzähligen Anlagen im Frühjahr könnte dieser Preisvorteil jedoch bald beendet sein.
In der Regel rentiert sich die Solarstromanlage für den Ver- braucher nach rund 14 Jahren und wirft dann Gewinne ab, da die Förderzeit 20 Jahre beträgt. Die Gewinne betragen im Durchschnitt circa sechs Prozent jährlich. In vielen Städten gibt es mittlerweile Solardachbörsen, bei denen sich Interessenten Dachflächen anmieten können, falls sie nicht über ein eigenes Dach verfügen. Eine weitere Möglichkeit ist die Investition in Solarstrom bei Bürgersolaranlagen ab einer Beteiligungssumme von 500 Euro. Der BSW-Solar stellt im Internet unter solarwirtschaft.de kostenlos Verbraucherinformationen zum Thema Sonnenenergie bereit. (mah/pixelio/i-ku)