
Am 26.03.09 beginnen in Bonn Verhandlungen der UN über Maßnahmen zum Schutz des Klimas. Teilnehmer der Konferenz sind Unterhändler aus über 100 Staaten. Die Ergebnisse der vierzehntägigen Verhandlungen sind Basis der großen Kopenhagener Klimakonferenz im Dezember 2009.
Greenpeace stellte zu diesem Anlass ein Team von Klimawissenschaftlern zusammen, die neueste wissenschaftliche Erkenntnisse präsentierten. Nach diesen Erkenntnissen reicht es nicht aus, wenn die Industriestaaten die Treibhausgase bis 2020 um 30 Prozent und bis 2050 um 50 Prozent reduzieren. Stattdessen müsste der CO2-Ausstoß bis 2020 um 40 Prozent verringert werden. Bis 2050 solle der Ausstoß fast die Nullgrenze erreichen, was einen Ausstieg aus Kohle- und Ölnutzung bedeutet.
Entwicklungsländer sollen ihre Treibhausgase bis 2020 um 15 bis 30 Prozent reduzieren. Für erforderliche Maßnahmen leisten Industrieländer eine finanzielle Unterstützung in Höhe von mindestens 110 Milliarden Euro pro Jahr. Der Klimaexperte Karsten Smid berichtete, dass die Klimaveränderungen und deren Auswirkungen, zum Beispiel das rasante Abschmelzen der arktischen Eismassen, eine größere Bedrohung sei als bisher angenommen. Die letzten Chancen, eine Katastrophe zu verhindern, müssten nun ergriffen werden. (mah)