
Die American Council for an Energy-Efficient Economy (ACEEE) veröffentlichte einen Bericht, der aussagt, dass effiziente Energie-Initiativen zur Reduzierung von Elektrizität und Gas bei Endverbrauchern und Industrie Einsparungen von bis zu 168 Milliarden Dollar bewirken könnten. Die Studie wurde in Zusammenhang mit der Kampagne für ein Energie-effizientes Amerika erstellt. Die Kampagne wurde von unternehmerischen Führungspersönlichkeiten, industriellen Gruppen und Umweltaktivisten initiiert. Energie-Effizienz sei eine gute Maßnahme, um der Klimaveränderung entgegenzuwirken, Kosten zu sparen und neue Jobs zu schaffen, sagte Steven Nadel, Executive Director von ACEEE. In diesen schwierigen wirtschaftlichen Zeiten seien Investitionen in Energie-Effizienz sinnvoller denn je und sollten oberste Priorität haben.
Der Bericht analysiert Wirtschafts- und Energiedaten aus 2008 und fordert die Einführung eines Energie-Effizienz Standard (energy efficiency resource standard, EERS), welcher eine Reduzierung der Elektrizität um 15 Prozent und eine Erdgas- verringerung um 10 Prozent vorgibt. Das entspricht einer Einsparung von 262 Millionen metrischen Tonnen Treibhausgas-Emissionen, oder, um sich diesen Wert besser vorzustellen, dem Ausstoß von 48 Millionen Autos pro Jahr. Ein weiterer Vorteil sei die Schaffung von 220.000 langfristigen Arbeitsplätzen. Der Bau von 390 Kraftwerken wäre überflüssig. Die Kampagne für ein Energie-effizientes Amerika unterstützt einen solchen bundesweiten Standard. Derzeit haben 19 Staaten ein individuelles EERS Programm. Ein gemeinsames Programm birgt jedoch ein größeres Potential, wie im Bericht zu lesen ist. So wurde der Nutzen jedes Staates bis ins Jahr 2020 einzeln analysiert. Einige Beispiele:
In Florida könnten 19.500 neue Jobs geschaffen und 14 Milliarden Dollar Energiekosten gespart werden. Illinois hätte das Potential für 6.500 neue Jobs und 3,6 Milliarden gesparte Energiekosten, Indiana für 5.000 neue Jobs und 3,6 Milliarden gesparte Energiekosten. (mah)