Wegen der Wirtschaftskrise ist der CO2-Ausstoß in Deutschland auf den niedrigsten Wert seit 1990 gesunken. Bild © Hermann/Pixelio
Mit rund 945 Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO2) war der CO2-Ausstoß 2008 in Deutschland so niedrig wie nie seit 1990. Das teilte das Bundesumweltministerium mit. Der verringerte Ausstoß wird unter anderem der regressiven Konjunktur zugeschrieben. Experten rechnen damit, dass der Ausstoß 2009 noch weiter reduziert wird, wenn die Rezession weiter anhält. Im Vergleich zu den Emissionswerten im Jahr 1990 – das internationale Vergleichsjahr für den CO2-Ausstoß - entspricht der Wert von 2008 einem Rückgang von 23 Prozent. Damit ist der Anspruch des Kyoto-Protokolls auf eine Senkung von 21 Prozent bereits erfüllt.
DIW-Klimaexpertin Claudia Kemfert fordert, die Menge der CO2-Emissionszertifikate entsprechend dem sinkenden CO2-Ausstoß zu reduzieren, um die Preise zu halten und die Energieerzeuger weiterhin dazu zu bewegen, ihre Stromproduktion effizient zu halten. Die Reduzierung des Kohlendioxid-Emissionen sind unter anderem auch dem Ausbau erneuerbarer Energien und der effizienteren Nutzung von Energie zu verdanken. (mah)