Ist die Abwrackprämie auch wirklich eine Umweltprämie? Was Experten von der Abwrackprämie halten, erfahren Sie in diesem Artikel. Bild © Pixelio/Mad-Max
Was im Volksmund “Abwrackprämie” genannt wird, heißt offiziell “Umweltprämie” und wird von Stellen wie dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) auch stets als solche bezeichnet. Der Begriff “Umweltprämie” ist zurückzuführen auf eines der Ziele, die mit der staatlichen Prämie verfolgt wird: Als Reaktion auf die aktuelle Wirtschaftskrise soll der Kauf von Neuwagen attraktiver gemacht werden und durch den Austausch von hinreichend alten Fahrzeugen gegen einen Neuwagen auch die CO2-Emissionen gesenkt werden. Für diesen Austausch wird eben jene Abwrack- oder Umweltprämie in Höhe von 2500 Euro gezahlt, sofern bestimmte Bedingungen erfüllt sind. Um die Prämie zu erhalten, muss es sich bei dem Autohalter um eine Privatperson handeln, die seit mindestens einem Jahr der Halter eines mindestens neun Jahre alten PKW ist, handeln. Das alte Fahrzeug muss nach der Altfahrzeugverordnung verschrottet und ein Neu- oder Jahreswagen mit Abgasnorm “Euro 4″ oder besser kaufen. Sowohl die Verschrottung des alten als auch die Zulassung des neuen Fahrzeugs müssen noch 2009 erfolgen.
Auch wenn die wirtschaftlichen wie die ökologischen Ziele umstritten sind, wurde die Abwrackprämie angesichts der guten Umsätze in der Automobilbranche von zunächst geplanten 1,5 Milliarden Euro auf 5 Milliarden Euro aufgestockt und deren Gewährung bis zum 31. Dezember verlängert. Neben massiver Kritik von Wirtschafts- und Finanzexperten wird auch der ökologische Aspekt der so genannten Umweltprämie heftig kritistiert. Das BAFA geht davon aus, dass Neu- und Jahreswagen umweltverträglicher sind als die mit Hilfe der Abwrackprämie verschrotteten Altfahrzeuge und dass die Prämie deshalb einen Beitrag zur Verringerung der Schadstoffbelastung der Luft leistet. Viele Umweltexperten bezweifeln dies jedoch aus mehreren Gründen: