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Was bedeuten Öko-Label bei Textilien?

Es gibt viele Öko-Label für Textilien, doch was bedeuten Fairtrade, LamuLamu, Umweltzeichen und Co im Detail?
Es gibt viele Öko-Label für Textilien, doch was bedeuten Fairtrade, LamuLamu, Umweltzeichen und Co im Detail?

Anders als bei Lebensmitteln gibt es im Textilbereich eine Vielzahl verschiedener Öko-Labels, die alle anhand unterschiedlicher Prüf- und Vergabekriterien vergeben werden. Deshalb sind Labels auf Textilien nicht unbedingt eine zuverlässige Entscheidungshilfe. Das weit verbreitete label “Öko-Tex-Standard 100″ beispielsweise besagt lediglich, dass das Produkt auf Schadstoffe hin überprüft wurde, es macht aber keine Aussage über die verwendeten Rohstoffe oder die Arbeitsbedingungen bei der Produktion. Dennoch gibt es einige Öko-Label, die auch von unabhängigen Experten als vertrauenswürdig eingestuft und empfohlen werden. Fünf von ihnen werden im Folgenden kurz vorgestellt:

Mit dem “Europäischen Umweltzeichen” werden Textilien gekennzeichnet, die umweltfreundlich hergestellt werden und im Vergleich zu herkömmlich hergestellten Textilien besonders auf die geringe Verschmutzung der Gewässer achten. Geprüft werden u.a. die eingesetzten Fasern und Hilfsstoffe aber auch das Endprodukt. Das Europäische Umweltzeichen wird von der Europäischen Kommission herausgegeben und eine unabhängige Stelle prüft die Anträge. Das Europäische Umweltzeichen darf nur zeitlich befristet genutzt werden, danach muss ein neuer Antrag gestellt werden.

Das Siegel “Fairtrade Certified Cotton” kennzeichnet fair gehandelte Produkte, die eine gerechte Bezahlung und genossenschaftliche Organisation der Kleinbauern gewährleisten und andere Kriterien erfüllen. Das Label wurde von Transfair entwickelt, die umweltfreundliche Methoden fördern, allerdings nicht zwingend Bio-Baumwolle als Material vorschreiben. Mit diesem Label ausgezeichnete Produkte werden garantiert nicht aus genmanipulierten Saatgut und mit Hilfe von Zwangs- oder Kinderarbeit hergestellt.

Für das internationale Label “GOTS” (”Globale Organic Textile Standard”) müssen strengere Bedingungen erfüllt sein. So müssen die verwendeten Rohstoffe zu 90% aus überwiegend ökologisch produzierten Naturfasern bestehen. Bei der Verarbeitung dürfen ausschließlich ökologisch unbedenkliche Stoffe und Methoden eingesetzt werden. Kinder- und Zwangsarbeit ist bei der Produktion ebenso verboten wie eine gerechte Bezahlung vorgeschrieben ist.

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