Laut einer Umfrage von TNS-Emnid im Auftrag von Greenpeace sind 70 Prozent der Bundesbürger mit dem Klimaschutzengagement der Energieversorger unzufrieden.
Die Strompreise zu hoch, die Investitionen in Erneuerbare Energien unzureichend – mehr als 70 Prozent der Bundesbürger sind mit dem Klimaschutzengagement von RWE, E.on, Vattenfall und EnBW unzufrieden. Das ergab eine repräsentative Umfrage von TNS-Emnid im Auftrag von Greenpeace. Andree Böhling, Energie- experte von Greenpeace, beurteilte die Umfrageergebnisse mit klaren Worten. Die vier großen Stromversorger würden ihrer gesellschaftlichen Verantwortung nicht gerecht, indem sie die von den Bürgern geforderten höheren Investitionen in Erneuerbare Energien nicht tätigten und stattdessen in Atomkraftprojekte investierten. Denn laut der Umfrage ist Atomkraft für die Befragten keine Alternative zu Erneuerbaren Energien.
Auch die Beteiligung deutscher Stromkonzerne an osteuropäischen Atomkraftwerken wird von 77 Prozent abgelehnt. Greenpeace zeigte anhand einer Studie auf, dass zum Beispiel RWE bis 2012 nur 15 Prozent seiner Gesamtinvestitionen in Erneuerbare Energien stecken würde. Die Greenpeace Aktivisten fordern einen Eingriff der Politik in die Vormachtstellung der vier großen Strom- versorger in Deutschland und die Gründung einer unabhängigen Netz-AG. Bereits 2008 setzte sich Greenpeace gegen irreführende Werbekampagnen der Stromversorger ein und stellte die Homepage klimaunterschrift-vattenfall.de zur Verfügung. (mah)