Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft geht davon aus, dass der Stromverbrauch der Deutschen im ersten Quartal 2009 um rund fünf Prozent gefallen ist.
Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) schätzt, dass der Gas- und Stromverbrauch in Deutschland im ersten Quartal 2009 um rund fünf Prozent abgefallen sei. Als Hauptgrund hierfür könne die Wirtschaftskrise und die daraus resultierenden Produktionsrückgänge betrachtet werden, denn mit den Produktionsrückgängen ist auch der Energiebedarf gesunken. Dass die Monate Januar und Februar kühler als 2008 waren, glich den verringerten Verbrauch nicht aus.
Doch Hildegard Müller, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäfts- führung, zeigte sich zu Beginn der Hannover Messe optimistisch: “Die Energiebranche bleibt jedoch einer der Hoffnungsträger in dieser schwierigen wirtschaftlichen Situation. Allein in diesem Jahr sind Investitionen von etwa 12,4 Milliarden Euro geplant. Derzeit befinden sich 25 Kraftwerke im Bau.”
Nach wie vor investiere die Energiewirtschaft überdurchschnittlich viel Geld in Projekte. Die finanziellen Mittel für Investitionen kämen allerdings im Vergleich zu Vorjahren weniger von Fremdinvestoren, da sich die Beschaffung von Fremdkapital derzeit schwieriger gestalte. Einige Projekt seien zeitlich nach hinten verschoben worden, so Hildegard Müller. Der BDEW zeigte aktuell auf, dass sich 25 Kraftwerksprojekte mit einer Gesamtkapazität von rund 13.300 Megawatt (MW) im Bau befinden. Die Planungen bis 2018 umfassen 60 neue Kraftwerke (35.300 MW) und einem Investitionsvolumen von insgesamt 50 Milliarden Euro. (mah)