Die Forscher Phil Edwards und Ian Roberts behaupten, dass Übergewichtige das Klima deutlich mehr belasten, als normalgewichtige Menschen. (Foto: © Pixelio/RainerSturm)
Dass Übergewicht schädlich für die Gesundheit ist, ist bereits seit langem bekannt. Dass sich jedoch eine schlanke Bevölkerung positiv auf den Klimawandel auswirkt, begründeten nun Wissenschaftler im Fachmagazin „International Journal of Epidemiology“. Die Forscher Phil Edwards und Ian Roberts von der Londoner School of Hygiene & Tropical Medicine behaupten laut der Zeitung „Die Welt“, dass eine dünnere Bevölkerung wie zum Beispiel in Vietnam einen geringeren CO2-Ausstoß habe als Länder, in denen bis zu 40 Prozent der Menschen übergewichtig seien. Denn: Weniger zu essen bedeute, weniger Nahrungsmittel produzieren und transportieren zu müssen. Eine Reduktion von Produktion und Transport wiederum spare Ausstoß von Treibhausgasen.
Der Transport von übergewichtigen Menschen verbrauche mehr Energie, außerdem würde ein Transport, zum Beispiel mit dem Auto, von übergewichtigen Menschen stärker genutzt. In Zahlen ausgedrückt: eine dünne Bevölkerung stoße pro Milliarde Menschen eine Gigatonne weniger Kohlenstoff aus als die gleiche Anzahl an dicken Menschen. Phil Edwards und Ian Roberts plädieren dafür, Übergewicht als Faktor im Bereich des Klimawandels zu erkennen. (mah)