Laut einer aktuellen Studie des Anti-Virus-Software Herstellers McAfee kostete Spam im Jahr 2008 rund 33 Milliarden kWh Strom.
Schon seit längerem wird der umweltschädliche Aspekt von Katalogen, Kreditkartenangeboten, Coupons und anderen Sendungen diskutiert, die täglich unerwünscht im Email-Account und an der Haustür landen. Natürlich können Druckerzeugnisse recycelt werden, doch das kostet Energie beim Sammeln, Sortieren, bei der Verarbeitung und der Neuverwertung – Energie, die schon einmal bei der Erstverarbeitung verbraucht wurde. In den USA gibt es verschiedene Services, um unerwünschte Kataloge und andere Sendungen gar nicht erst annehmen zu müssen.
In Deutschland ist das „Werbung unerwünscht“-Zeichen auf vielen Briefkästen zu finden. Doch wenn es zu Junkmails im Email-Account kommt, kann selbst der beste Spamfilter nicht alles fernhalten. Nicht jeder benutzt überhaupt einen Spamfilter. Der umweltschädliche Aspekt all der virtuellen Junk-Mails reicht fast an den der herkömmlichen Papierversionen heran. Das zeigt eine neue Studie von McAfee auf.
Die Studie, die vom Anti-Virus-Software Hersteller McAfee erstellt und von dem Beratungsunternehmen ICF International produziert wurde, zeigt auf, dass im Jahr 2008 Spam-Mails weltweit 33 Milliarden kWh Elektrizität gekostet haben – das entspricht dem Stromverbrauch von 2,4 Millionen amerikanischen Haushalten. Eine Spam-Mail sorge für den Ausstoß von 0,3 Gramm Kohlendioxid. Bei geschätzten 62 Billionen Spam-Emails, die 2008 weltweit versendet wurden, rechne sich die Menge auf rund 17 Millionen Tonnen CO2 hoch.
Die Elektrizität werde laut der Studie dann verbraucht, wenn die Spam-Mail gesichtet und gelöscht wird, oder wenn im Spam-Ordner nach versehentlich dort gelandeten Mails gesucht wird. Die Studie ist unter dem Aspekt zu betrachten, dass der Software Hersteller McAfee einen Spamfilter mit Namen “SpamKiller” vertreibt. Ergebnis der Studie ist, dass ein effektiver Spamfilter jährlich bis zu 135 Terrawatt Stunden Strom sparen würde. Der Kauf eines effektiven Spamfilters würde sich also mit Hilfe des gesparten Stroms amortisieren. (mah)