Der chinesische Energieversorger ENN möchte seine Solarmodule auch bald in Deutschland anbieten. Foto: © Pixelio/i-ku
Die Solarmodule von Chinas Energieversorger ENN sollen demnächst auch in Deutschland vertrieben werden. Das berichtete ENN-Finanzvorstand Yu Jianchao in einem Interview mit der Financial Times Deutschland. Die Dünnschicht-Silizium-Solarmodule, die im Vergleich zu herkömmlichen Modulen mit 5,7 Quadratmetern recht groß sind, sollen über führende Vertriebsfirmen wie Kraftwerk Sonne oder Gehrlicher Solar noch in diesem Jahr in Deutschland erhältlich sein.
Yu betonte, dass bei den Produkten Technologie, Qualität und Service im Vordergrund stehen solle, nicht ein billiger Preis. Die Module werden mit Produktionstechnik des US-Konzern Applied Materials, Glas aus Japan und von Robotern des deutschen Herstellers Kuka gefertigt. Die Kosten der Produktion werden durch niedrigere Löhne gesenkt; auch ist die Dünnschichttechnologie billiger als die Herstellung von klassischen kristallinen Solarmodulen – diese sind allerdings effizienter.
Derzeit stammen laut der FTD etwa 60 Prozent der Solarzellen aus dem asiatisch-pazifischen Raum. ENN möchte den Konzern zu Chinas führendem Anbieter von umweltfreundlichen Technologien machen und sieht in der Gründung von ENN Solar Energy mit 26.000 Mitarbeitern einen Schritt in diese Richtung. Der Umsatzwachstum spricht für sich: Mit 2,8 Mrd. $ stieg der Umsatz um 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Yu sagte in Bezug auf einen möglichen Börsengang der ENN Solar Energy, dass dies 2011 der Fall sein könne. Bis 2020 soll die Hälfte des geplanten Umsatzes aus internationalen Geschäften generiert werden. (mah)