Die Ökostrombranche hat den Vorschlag des Atomforums für eine Zusammenarbeit abgelehnt. Foto: © Pixelio/m-hauck
Die Ökostrombranche lehnt den Vorschlag des Atomforums ab, Kernkraft und Erneuerbare Energien zu verbinden. Experten aus verschiedenen Öko-Verbänden argumentieren, dass ein verlängerter Betrieb der Kernkraftwerke sogar eine Behinderung für den Ausbau Erneuerbarer Energien darstelle.
Hermann Albers, Präsident des Bundesverbands WindEnergie, sprach sich ebenfalls für den Atomausstieg aus, da Stromnetze und –märkte durch Atomstrom verstopft und der Zugang zur Windenergie erschwert würde.
Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) verwies auf eine Prognose der Branche, die aussage, dass das Wachstum der Erneuerbaren Energien den Atomausstieg aufwiegen könne. BEE-Präsident Dietmar Schütz fordert deshalb das Festhalten am Atomausstieg und am Ziel, bis 2020 die Stromversorgung mit 47 Prozent aus Erneuerbaren Energien zu bedienen.
Auch die Deutsche Umwelthilfe (DUH) setzte sich gegen die vorgeschlagene Allianz ein. Bundesgeschäftsführer Rainer Baake verwies auf die schriftliche Forderung von Atomstromunternehmen Eon an die britische Regierung, nur etwa ein Drittel der Energie aus grünem Strom zu beziehen, damit neue Atomkraftwerke schwarze Zahlen schreiben. (mah)