Ab dem 1. Juli sind für Wohngebäude und alle anderen Gebäude Energieausweise gesetzlich vorgeschrieben. Für den Nachweis gibt es zahlreiche Qualitätssiegel.
Energieausweise sind für Wohngebäude und ab dem 1. Juli auch für alle anderen Gebäude gesetzlich vorgeschrieben. Um bestimmte Öko-Eigenschaften von Immobilien nachzuweisen, wurden schon zahlreiche Qualitätssiegel entwickelt, so z.B. die Nachhaltig- keitszertifikate der vor zwei Jahren gegründeten “Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen” (DGNB). Weitere DGNB- Zertifizierungen sollen Ende Juni vorgestellt werden. Auch das Bundesverkehrs- und Bauministerium hat der “FAZ” zufolge zusammen mit der Deutschen Energie-Agentur, der Förderbank KfW und dem Bundesverband Deutscher Fertigbau ein Qualitätssiegel für Energiesparen in Wohnobjekten entwickelt, das “Effizienzhaus”. Dieses Siegel wird bereits von den bekannten Herstellern von Fertighäusern genutzt.
In Kürze soll es ein neues Zertifizierungssystem von Pirelli Real Estate und der TU Darmstadt geben, das in der Wohungswirtschaft eingesetzt werden soll. Das ganzheitliche Bewertungssystem namens “Wohnwertbarometer” wurde vom Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung in Auftrag gegeben und berücksichtigt auch Identität, Wohlbefinden und soziale Bezüge. Professor Manfred Hegger (TU Darmstadt) entwickelt dazu passend eine Internet-Plattform, auf der Nutzer Immobilien nach den Kriterien dieses Systems beurteilen können.
Die Europäische Kommission diskutiert derweil einen “Urban Index”, der Auskunft über gute und schlechte Wohngebiete in einer Stadt geben soll. Einen ähnlichen Index gibt es bereits von Wolfgang Christ. Der Professor an der Bauhaus-Universität Weimar hat in Darmstadt ein “Urban Index Institut” eingerichtet. Mit seinem “Urban Index” soll die Stadtqualität messbar gemacht werden, dabei wird nicht nur der Ist-Zustand eines Wohnquartiers beurteilt, sondern auch das voraussichtliche Entwicklungspotenzial der Gegend berücksichtigt. Auch Energieeffizienz, Ästhetik und Konzepte für den öffentlichen Raum spielen eine Rolle, schreibt die “FAZ”. Bei dem Index können maximal 5 Sterne verliehen werden. In Ludwigshafen, Mannheim, Speyer und Worms wurde bereits eine Pilotversion des Index getestet. (mah)