Die Internationale Energieagentur (IEA) warnt vor den Folgen des sprunghaft wachsenden Energieverbrauchs für Unterhaltungselektronik. (Foto: © Pixelio/Thomas Weiss)
Die Internationale Energieagentur (IEA) warnt vor den Folgen des sprunghaft wachsenden Energiebedarfs für Unterhaltungs- elektronik. Die IEA geht davon aus, dass sich der Verbrauch in diesem Bereich bis 2013 auf bis zu 1.700 Terawatt-Stunden verdreifachen könnte. So viel Energie verbrauchen derzeit die Haushalte in den Vereinigten Staaten und Japan zusammen. Um den Energiebedarf von Flachbildfernsehern, Computern und anderen Unterhaltungsgeräten befriedigen zu können, müssten bis 2030 200 neue Atomkraftwerke gebaut werden.
Laut der IEA ist die Unterhaltungselektronik der am stärksten wachsende Bereich beim Energieverbrauch. Sie bemängelt, dass dieser Bereich auch zugleich am wenigsten reguliert sei, was die Energieeffizienz angeht. Im vergangenen Jahr seien weltweit rund 80 Milliarden Dollar für den Strombedarf von Unterhaltungs- elektronik ausgegeben worden. Die IEA fordert, dass die Hersteller stärker stromsparende Funktionen in ihre Geräte integrieren. So ließe sich laut der IEA auch der CO2-Ausstoß auf einem Level halten. Wenn die Hersteller jedoch nicht eingreifen, wird sich der Ausstoß an klimaschädlichen Gasen auf eine Milliarde Tonnen vergrößern. (ok)