Als einziges Vanilleeis schaffte Häagen Dazs Vanilla die Testnote Gut. Neun Produkte erhielten die Note Mangelhaft.
Vanilleeis in frischer Waffel im Sommer, mit heißen Himbeeren im Winter, zu Apfelstrudel oder im Eiskaffee – kaum ein anderes Eis ist so vielseitig zu verwenden und so beliebt wie das Vanilleeis. Doch so groß die Auswahl an Marken auch ist, so unterschiedlich ist die Qualität. Stiftung Warentest hat 22 Produkte getestet. Das erschreckende Ergebnis: Nur ein Produkt erhielt die Note Gut, drei Marken Befriedigend, der Rest bekam ein Ausreichend oder sogar Mangelhaft. Kriterien für den Test waren der Anteil an echter Vanille statt synthetischem Aroma, Keime und das verwendete Fett.
Das Vanilleeis von Häagen Dazs ist klarer Testsieger mit der Note Gut (2,2), da echte Vanille enthalten ist, das Aroma intensiv, sahnig, sehr süß und die Konsistenz cremig ist. Der einzige Nachteil beim Häagen Dazs ist der geringe Lufteinschlag, der dafür sorgt, dass das Eis sehr fest ist. Eine Portionierung ist erst nach Antauen des Eis problemlos möglich. Ein anderes Eis, bei dem größere Mengen Vanille vorhanden waren, ist das Bio-Milcheis Naturice. Das Urteil Ausreichend (3,8) erhielt dieses Bio-Eis dennoch, da Verderbniskeime und Enterobakterien auf Hygienemängel hindeuteten und der Geschmack ebenfalls Mängel aufwies.
Einen Hinweis darauf, ob Vanille verwendet wird, gibt die Bezeichnung, denn mit Vanillegeschmack bedeutet synthetisches Aroma, während Vanille nur auf dem Eis ausgezeichnet werden darf, in dem auch Aroma aus der Vanilleschote enthalten ist. Acht Hersteller gaben Vanille auf der Verpackung an, die chemische Analyse allerdings fand heraus, dass mit synthetischem Vanillin gemischt oder billigere Tahiti-Vanille verwendet wurde. Dabei handelte es sich um das Vanilleeis der Marken Aldi-Nord, Edeka, Landliebe, Lidl, Plus, Tip, Norma und Tofutti, die dafür die Note Mangelhaft erhielten. Übrigens: die schwarzen Punkte im Vanilleeis sind zwar gemahlene Vanilleschoten. Doch die Schoten werden erst dann gemahlen, wenn sie bereits extrahiert wurden, so dass die schwarzen Pünktchen völlig geschmacklos sind.
Neben der Untersuchung der verwendeten Fette wurde auch gemessen, wie viel Luft in das Eis untergeschlagen wurde, denn je mehr Luft untergeschlagen wird, desto cremiger wird das Eis. Der Lufteinschlag war allerdings kein Testkriterium, da die Festig- oder Cremigkeit eines Eis eher Geschmacks- als Qualitätssache ist. Den vollständigen Test gibt es auf Test.de (mah)