Der biologische Gemüse- und Obstanbau in der EU boomt. (Foto: © Pixelio/Schauhi)
Im Jahr 2007 wuchs die Fläche mit biologischer Landwirtschaft um gut 6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit wurden 7,2 Millionen Hektar Land biologisch bewirtschaftet. Im EU-weiten Flächenvergleich liegt Deutschland auf dem dritten Platz hinter Italien und Spanien. Gewachsen sind vor allem die Anbauflächen für Gemüse, Obst und Futterbau. Damit reagierten die Biobauern auf die gestiegene Nachfrage des Lebensmitteleinzelhandels. In den meisten Ländern haben Milch- und Molkereiprodukte und auch Obst und Gemüse aus biologischem Anbau den größten Anteil am Biomarkt-Umsatz.
Die einzelnen Flächenuntersuchungen ergaben folgende Ergebnisse: In der konventionellen Landwirtschaft werden auf 35 Prozent der Flächen Getreide angebaut. Im Biobereich sind es nur 17 Prozent, allerdings mit steigender Tendenz vor allem in osteuropäischen Ländern wie Litauen, Rumänien und Tschechien. Insgesamt sind die Bio-Getreideflächen 2007 um neun Prozent auf 1,2 Millionen Hektar gewachsen. Deutschland liegt dabei mit 181.000 Hektar hinter Italien (241.430 Hektar). Im Gegensatz zum Ackerland beträgt der Anteil der Grünlandflächen an der gesamten EU-Bio-Fläche 44 Prozent (3,2 Millionen Hektar). Davon befinden sich 452.734 Hektar im Vereinigten Königreich und 450.000 Hektar in Deutschland. Die höchsten Grünlandanteile an der gesamten Bio-Fläche haben die Länder Irland, Slowenien und Tschechien mit 85 Prozent. (mah)