Die Hälfte der getesteten Handcremes bekam die Note Sehr gut, andere Cremes schnitten bedenklich ab.
Viele Frauen haben überall dort, wo sie sich aufhalten, eine Tube Handcreme parat: im Büro, zu Hause, im Auto oder sogar in der Handtasche. Denn Hände sollen immer weich und gepflegt aussehen, auch wenn gerade mit scharfen Putzmitteln geputzt, der Garten umgegraben oder ein Sonnenbad genommen wurde. Bei spröden und rissigen Händen soll dann die Pflegecreme helfen. Im Jahr 2008 kauften die Deutschen 60 Millionen Packungen Handcreme, davon 70 Prozent in Drogeriemärkten.
Doch welche Handcreme ist wirklich gut für die Haut? Sind die teuren Produkte besser als die günstigen aus dem Drogeriemarkt? Öko-Test nahm 20 Cremes unter die Lupe und untersuchte sie auf problematische Inhaltsstoffe. Das Ergebnis: Die Hälfte der Produkte bekam die Bestnote Sehr gut, die andere Hälfte ist als bedenklich einzustufen. Markencremes, die ein Sehr gut bekamen, sind unter anderem Discountermarken wie Isana Handcreme Kamille von Rossmann oder Rilanja Body Hand & Nagelbalm Aloe Vera & Keratin von Schlecker.
Kritische Stoffe, zum Beispiel allergieauslösende Duftstoffe oder problematische Konservierungsstoffe, wurden unter anderem in den Produkten Essence Hydra Balance Hand Lotion Refresh und Kaloderma Feuchtigkeitspflege Hand Gel nachgewiesen. Bei der Arnica Essentiel Schönheit und Pflege 2 in 1 Hände und Nägel wurden polyzyklische Moschus-Verbindungen nachgewiesen, die sich im menschlichen Fettgewebe anreichern und in Tierversuchen als leberschädigend entpuppt haben. Die kompletten Testergebnisse finden sich im Heft ÖKO-TEST Juni 2009. (mah)