Energie aus Biomasse zu gewinnen, ist ein wichtiges Ziel in der Branche der Erneuerbaren Energien.
Die Menge und die Verfügbarkeit von fossilen Rohstoffen sind begrenzt. Auch das ist ein Grund, warum in der Branche der Erneuerbaren Energien ein wichtiges Ziel die Energiegewinnung aus Biomasse ist. Ein Team der Technischen Universität (TU) München nahm diese Herausforderung an. Die Chemiker stellten Bio-Öl her, das sie aus extra angebauten Pflanzen, Holzabfällen oder anderen Pflanzenresten gewannen. Soweit ist dies noch keine Innovation, denn die Herstellung von Bio-Öl ist schon länger bekannt. Was bisher fehlte, ist die Kenntnis darüber, wie aus dem Bio-Öl gesättigte Kohlenwasserstoffe hergestellt werden können, die normalerweise aus Erdöl gewonnen werden.
Die Forscher gaben das Bio-Öl durch einen speziellen Katalysator, der das Edelmetall Palladium enthält und als Reaktionsbe- schleuniger dient, und erhielten damit die gewünschten Kohlenwasserstoffe und Methan. Die deutschen und japanischen Chemiker um Prof. Johannes Lercher hatten laut eigener Aussage in Versuchen eine fast hundertprozentige Ausbeute. Das ist ein großer Fortschritt verglichen mit herkömmlichen Verfahren, die derzeit auf etwa 40 Prozent Ausbeute kommen. (mah)