Das Frauenhofer-Institut für Werkstoffmechanik (IWM) forscht an transparenten Solarzellen für Fenster und Hausfassaden. (Foto: © Frauenhofer IWM)
Transparente Solarzellen auf Fenster aufzubringen klingt momentan vielleicht noch wie Zukunftsmusik, aber das Frauenhofer-Institut für Werkstoffmechanik (IWM) arbeitet bereits an einer solchen Lösung. Durchsichtige Solarzellen könnten sich auf große Fensterfronten oder Hausfassaden aufbringen lassen und so die Bewohner des Hauses mit elektrischer Energie versorgen.
Die Fläche, die für die Energiegewinnung nutzen lässt, würde sich nicht mehr nur auf das Dach beschränken, sondern sich praktisch auf das ganze Haus ausweiten lassen. Die Forscher suchen derzeit nach einem transparenten Grundmaterial, das sich gut n- und p-dotieren lässt. Zwar gibt es bereits n-leitende transparente Stoffe, jedoch sieht es bei den p-Leitern noch schlecht aus: Die Leitfähigkeit ist zu gering, und oft hapert es auch an der Transparenz.
Die Suche läuft auf Hochtouren. “Könnte man transparente p-Leiter mit ausreichender Leitfähigkeit herstellen, ließe sich komplett durchsichtige Elektronik herstellen”, sagt Dr. Wolfgang Körner, wissenschaftlicher Mitarbeiter am IVM. Vielleicht sind transparente Solarzellen schon bald Realität. (mh)