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Biologische Schädlingsbekämpfung

Bei Schädlingsbekämpfung muss nicht immer gleich die Chemiekeule ran. (Foto: © Pixelio/Muelli75)
Bei Schädlingsbekämpfung muss nicht immer gleich die Chemiekeule ran. (Foto: © Pixelio/Muelli75)

Insekten in der Küche? Ernteschädlinge im Garten und Gewächshaus? Das muss nicht sein. Denn biologische Mittel helfen, die Schädlinge zu bekämpfen – ohne Chemie. Die Welt am Sonntag gab nun einige Tipps, die helfen. Lebensmittelmotten ernähren sich von Haferflocken und Müsli, Mehl, Nudeln oder Nüssen und gehören zu den Schädlingen in der Küche. Einmal dort, wurde man sie bisher nur wieder los, wenn man die Küche klinisch sauber hielt und alles in fest verschlossene Gefäße aus Glas oder Plastik verpackte. Neu ist die Lösung Trichogramma evanescens, die in Form von grünen Kärtchen per Post geordert werden kann. Dabei handelt es sich um eine Schlupfwespenart, die Motteneier zerstört, indem sie ihre eigenen Eier darin ablegt. Nach zwei Behandlungen innerhalb von zweieinhalb Monaten sind die Motten in der Regel entfernt. Doch keine Angst: Die menschlichen Bewohner bekommen davon nichts mit.

In Gewächshäusern, Gärtnereien und Obstplantagen töten die Larven von Florfliegen Blattläuse, Raubmilben erledigen die Spinnmilben und Larven von Marienkäfern vernichten Schmierläuse. Die Insekten können bei Zuchtbetrieben bestellt werden.


Die biologische Schädlingsbekämpfung geriet lange Zeit in Vergessenheit und wurde von chemischen Pestiziden abgelöst. Erst Ende der Achtziger Jahre belebte der belgische Tierarzt Roland De Jonghe die Idee der Bio-Schädlingsbekämpfung, indem er für die Befruchtung von Tomaten und Paprika in großen Gewächshäusern Hummeln einsetzte, die die teureren Arbeiter mit ihren elektrischen Bestäubungsgeräten ersetzen sollten. Eine neue Züchtung von Hummelvölkern konnte ganzjährig eingesetzt werden, im Gegensatz zu natürlichen Hummeln, die im Winter sterben.

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