Das Unternehmen Daimler testet derzeit in einem Pilotversuch einen neuen Bio-Diesel aus Palmöl. (Foto: © Daimler)
Das Unternehmen Daimler testet derzeit in einem Pilotversuch einen neuen Bio-Diesel aus Palmöl. Wie der Focus berichtete, werden bei dem Versuch LKW und Busse mit NexBTL betankt, um den CO2-Ausstoß um 15 Prozent zu senken. Für das Unternehmen würde dies eine Reduktion von 60 Prozent bedeuten. Projektpartner des Versuchs, der bis 2011 geplant ist, sind die Deutsche Post, der Energiekonzern OMV, die Stuttgarter Verkehrsbetriebe und der finnische Mineralölkonzern Neste Oil.
In Stuttgart fahren derzeit zehn schwere bis mittelschwere LKW vom Typ Mercedes-Benz Actros und Mercedes-Benz Atego und vier Busse Citaro für Post und Verkehrsbetriebe, die mit dem neuen Palmöl-Diesel betankt sind. Roland Dold, Verantwortlicher bei Daimler Trucks für die Vorentwicklung alternativer Antriebe, ist mit dem ersten Versuchsjahr zufrieden. Es habe keine technischen Schwierigkeiten gegeben; auch der Wartungsaufwand und Korrosionsschäden seien gering. Was sich so positiv anhört, sehen Umweltschützer jedoch skeptisch. Um das Palmöl zu gewinnen, müssen in den Tropen große Flächen Urwald gerodet werden. Da es bisher noch kaum Richtlinien zur Produktion und zur Herkunftsüberprüfung gibt, ist diese neue Form des Bio-Kraftstoffs erst einmal noch nicht die ultimative Lösung des CO2-Problems.
Dr. Dieter Zetsche, Vorsitzender des Vorstands der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars, betont auf der Unternehmens- homepage die Priorität der nachhaltigen Entwicklung bei Daimler. Trotz Finanzkrise und Rezession sei Nachhaltigkeit ein grundlegendes Prinzip im Unternehmen. Ökonomische, ökologische und soziale Ziele sollen mit Profitabilität in Einklang stehen. Für die ökologischen Ziele heiße das im Einzelnen: Entwicklung elektrischer Antriebskomponenten, Reduktion des Dieselverbrauchs bei Fahrzeugen und damit des CO2-Ausstoßes und die Weiterentwicklung von Hybridwagen wie zum Beispiel der Mercedes-Benz S 400 BlueHYBRID im Projekt e-mobility. (mah)