Thüringen unterstützt die Ansiedlung von Unternehmen aus der Solarbranche und untersucht derzeit 200 Flächen auf ihre Eignung als Solarstandort. (Foto: © Pixelio/i-ku)
In Thüringen werden derzeit mehr als 200 Brachflächen auf ihre Eignung als Solarstandort untersucht. Das verkündete Stefan Baldus, Staatssekretär im Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt. Auf den Flächen könnte Solartechnik installiert, Biomasse für Kraftwerke angebaut oder Erdwärme gewonnen werden. Die betreffenden Flächen liegen brach, seitdem seit Mitte der 1990er-Jahre ökologische Altlasten auf stillgelegten Fabrikgeländen und Kasernen entfernt wurden.
Das Investitionsvolumen dafür betrug etwa eine halbe Milliarde Euro. In Thüringen gibt es mehr als 7.200 solcher Flächen mit insgesamt 6.800 Hektar, die von der Landesentwicklungs- gesellschaft Thüringen (LEG) erfasst und verwaltet werden. Die LEG ist positiv, dass die Flächen in Thüringen für Solarfirmen reizvoll seien. So sei es zum Beispiel möglich, auf diesen Flächen Neuentwicklungen technisch zu erproben oder Solarparks zur Stromgewinnung zu errichten. Die Nutzung der Fläche für Windparks sei allerdings nicht möglich, da die Zahl geeigneter Standorte in Thüringen bereits erschöpft sei.
Die Untersuchungsergebnisse der 200 Flächen, die meist im ländlichen Raum sind, werden für April 2010 erwartet. Eine Datenbank über verfügbare Flächen findet sich auf der Seite der LEG Thüringen.
Das Land Thüringen fördert die Ansiedlung von Unternehmen aus der Solarbranche, um zu einem der weltweit wichtigsten Solarindustriestandorte zu werden. Bekannte Unternehmen wie Ersol Solar Energy AG und PV Crystalox AG sind bereits in Thüringen ansässig und decken gemeinsam mit anderen Unternehmen die Herstellung von Produkten der gesamten Wertschöpfungskette vom Wafer bis zum Solarmodul ab. Auch Forschung und Entwicklung werden unterstützt.
Für sein Engagement bekam der Thüringer Ministerpräsident Dieter Althaus den Deutschen Solarindustriepreis verliehen. (mah)