Nach Greenpeace-Recherchen könnten die sieben ältesten AKW Deutschlands sofort vom Netz. (Foto © Martin Storz/GP)
Wie Greenpeace herausgefunden hat, könnten die sieben ältesten Atomkraftwerke in Deutschland sofort abgeschaltet werden, ohne dass die Stromversorgung von Privathaushalten und Industrie dadurch beeinträchtig würde. Die Recherchen von Greenpeace haben gezeigt, dass der Anteil der Anlagen an der gesamten Stromerzeugung seit dem Jahr 2001 tendenziell gesunken ist. Eine Stromlücke, wie sie von der Energiewirtschaft immer propagiert wird, würde es demnach nicht geben.
“Wenn diese sieben Alt-Reaktoren sofort vom Netz gehen, ist das ein großer Gewinn für die Sicherheit. Versorgungsengpässe oder gar eine Stromlücke, mit der die Atomlobby droht, gibt es nicht.”, sagt Heinz Smital von Greenpeace. Laut Greenpeace ist der Anteil der Erneuerbaren Energien von 2001 bis 2008 so stark angestiegen, dass die aus Wind, Sonne und Wasser gewonnene Energie über kurz oder lang wegen Überproduktion zweitweise nicht mehr ins Stromnetz eingespeist werden kann.
“Die schwerfälligen Atomkraftwerke blockieren den Ausbau der Erneuerbaren Energien”, so Smital. “Schon heute machen sich Wind und Atomstrom im Stromnetz Konkurrenz. Das Abschalten der sieben Alt-Meiler wäre ein positives Signal an alle Investoren. Denn mit dem Ausbau der Erneuerbaren Energien wird die Stromversorgung langfristig gesichert.” Der Anteil der sieben ältesten AKW an der gesamten Stromerzeugung betrug in den letzten vier Jahren nur noch rund 6,9 Prozent. (Greenpeace/ok)